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Die Ankerbojen zeigt die Position an, an der der Anker auf Grund liegt.

Sie bestanden aus Kork oder leichtem Holz und waren mit einer dünnen geteerten Leine eingefasst.

Es gibt die verschiedensten Formen, mal etwas bauchiger, mal etwas länglicher. Auch die Art des Bojenreeps war je nach Nation unterschiedlich.

  • englische Art (Quelle: Historische Schiffsmodelle, Wolfram zu Mondfeld) 
    englische Art
  • holländische Art (Quelle: Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts, Karl Heinz Marquardt) 
    holländische Art

Viele Informationen zur Beschreibung des Bojenkörper sind in meinen Unterlagen nicht zu finden, jedoch diverse Zeichnungen lassen vermuten, dass der Korpus aus einzelnen Holzscheiben zusammengesetzt wurde.

Dafür schneide in mir kleine quadratischen Platten aus 0,8 mm Sperrholz zu, verklebe diese zu einem Quader und setzen ein Rundholz zum Einspannen in die Drechselmaschine.

  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 
  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 

Wie man die typisch holländische Art des Bojenreep realisieren kann, war mir nicht ganz klar, deshalb musste ein wenig "gefakt" werden.

Dafür habe ich in den Korpus zwei Reihen je vier Löcher mit einem Versatz von 45° gebohrt.

  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 
  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 
  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 

In die Löcher wurden dann jeweils zwei Taue so eingeklebt, dass ich zwei Schlaufen erhalte und das Bojenreep im Zickzack unter die jeweils eingeklebten Enden der Schlaufen führen konnte.

Zum Schluss dann noch die Schlaufen oben und unten an der Boje als Augen stroppen.

  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 
  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 
  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 

Die Ankerboje mit dem Bojenreep auf der Stb- und Bb-Seite am Anker angeschlagen und an den Wanten angebändselt.

  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 
  • Ankerbojen der Fregatte Berlin 

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