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Rumpfkorpus der Statenjacht Fredericus

Üblicherweise werden Rümpfe im Echtholzlook beim klassischen POB mit zwei Lagen beplankt: eine Unterbeplankung zur Herstellung des Rumpfkorpus mit preiswerten und relativ weichen Holzleisten sowie eine zweite Schicht für das Finish mit entsprechend hochwertigen Holzarten.

Was vielleicht jedem schon mal passiert ist: bei der ersten Beplankung hat sich der Rumpf resp. Spanten mehr oder weniger verzogen, ein Fehler der später kaum zu korrigieren ist.

Beim Projekt der Fregatte Berlin habe ich bei der Rumpfbeplankung festgestellt, welche Vorteile ein fertig gefräster Rumpf hat: ein massiver "Holzklotz" kann nicht mehr arbeiten, behält seine Form und bietet genug Material zum Fixieren der Holzleisten mittels Plankenklemmen o.Ä.

Deshalb werde ich hier in ähnlicher Weise verfahren.

Oftmals werden nur Bereiche am Bug und Heck mit Holzklötzen aufgefüllt und dann die erste Beplankung mit Leisten direkt auf die Spanten aufgebracht.

Was bei den vorderen und hinteren Zwischenräumen der Spanten funktioniert, sollte auch beim Rest des Rumpfes unproblematisch sein.

Zum Auffüllen der Spantabstände habe ich je nach Breite des Zwischenraums einen Streifen 4-mm-Pappelsperrholz zugesägt und davon 15 mm breite Füllklötze abgeschnitten.

Um ein Auseinanderdrücken und Verziehen der Spanten zu vermeiden, wurde die Breite jedes Klotzes um zwei Zehntel abgeschliffen, auch um einen kleinen Spalt für Leim zwischen Füllholz und Spant zu erhalten.

Dann werden, beginnend von der Unterkante Deck zum Kiel, schichtweise Füllhölzer eingeklebt und alles mit einer Zwinge fixiert.

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Die Hölzer werden mit etwas Übermaß zur Spantaußenkante eingeleimt, genug "Fleisch" für das spätere Schleifen. Dafür wurden die Außenseiten der Spanten schwarz lackiert, quasi als Schleifmarkierung zur Kontrolle der späteren Rumpfaußenseite.

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Alle Spanten unterhalb der Deckslinie sind verfüllt und grob gehobelt. Die Hobelklinge habe ich vorher noch einmal mit einem Messerschleifer angeschliffen.

Der Rumpf ist schon nach dieser Bauphase extrem stabil und verwindungssteif.

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Auskleiden des Schanzkleides

Es folgt das Ausfüllen der Seitenwände des Pavillons und der Spanten des Schanzkleides.

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Für einen passgenauen Abschluss der Füllhölzer mit der Innenseite des Schanzkleides, verwende ich ein Stück Plexiglas, kann so die Füllhölzer gut fixieren und später wieder problemlos entfernen, da der Holzleim an diesem Material nicht haftet.

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Das Pavillonschott ist eingeklebt, die Innenteile der hinteren Fensterdurchbrüche wurden entfernt.

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Alle Spantabstände sind verfüllt. Die spätere Rumpfform lässt sich schon gut erkennen.

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Schleifen des Rumpfes

Das für die Verfüllung verwendete Pappelsperrholz ist ein leichtes/weiches Holz. Es ist stabiler als Balsa und die Stoßnadeln für die spätere Beplankung halten sehr gut.

Da es sich um ein Plattboden handelt, lässt sich die Rumpfunterseite und die geraden Seitenflächen gut mit dem kleinen Proxxon-Bandschleifer bearbeiten, ansonsten nutze ich ein Schleifbrettchen, auf dem ich mit doppelseitigem Klebeband Schleifleinen aufklebt habe.

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Strak prüfen

Zwischendurch prüfe ich der Verlauf der Rumpflinien mit einer Strakleiste, die glatten Flächen mit einer Holzleiste und die Rundungen am Bug mit einem Kunststoffprofil.

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Heckbereich schleifen

Während sich die nach außen gebogenen Rundungen in der Rumpfmitte und am Bug recht einfach bearbeiten lassen, nutze ich für die konkaven Formen im Heckbereich ein gewölbtes Schleifbrettchen.

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eine alte maritime Tradition

Normalerweise wird bei der Kiellegung eines Schiffes traditionell eine Glücksmünze unter den Mast auf den Kiel gelegt.

Da beim Modell die Kiellegung erst in einer späteren Bauphase erfolgt, habe ich in den Rumpfboden am Mastspant ein Sackloch gebohrt und eine Münze eingeklebt.

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es geht weiter mit dem Schanzkleid...


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