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Erst Anfang des 20. Jahrhundert konnte man mit dem Ziehglasverfahren sog. Flachglas produzieren. Bis dahin wurden Fenster aus mehreren gegossenen Glasstücken zusammengesetzt.

Bei der Verglasung der großen Fenster wollte ich deshalb auch keine einfache Glasscheiben einsetzen, das würde irgendwie nicht in die damalige Zeit passen.

Nach NJ S. 133 waren Fenster mit Bleiverglasungen oder Holzsprossen üblich und so liegt es nahe, Letzteres mit Wölbglas-Optik zu realisieren.

Schon bei der Herstellung des Oberspiegels fräse ich auf der Rückseite Vertiefungen zum Einsetzen der späteren Verglasung und teste dann die Wirkung mit einfachem Kunststoffglas.

  • Verglasung der Fenster 
  • Verglasung der Fenster 
  • Verglasung der Fenster 

Die Verglasung selbst habe ich in einer späteren Bauphase, nach Anbringen des Dekors und Lackierung realisiert.

Ich schaute mir ein paar normale historische Sprossenfenster an, eine Recherche wie man dies im Maßstab umsetzen kann, brachte leider keine Ergebnisse. Die Verglasung von Fenstern scheint bei Schiffsmodellbauern ein Stiefkind zu sein, zumindest was die Umsetzung am historischen Modell betrifft.

Letztendlich fiel mir die Tiefziehtechnik ein, bei der das zu verformende Material in oder über eine Form gezogen wird. Im Modellbaubereich üblich mit der Verwendung erwärmten Kunststoffs, für die Herstellung von Schiffsrümpfen, Karossen von Modellautos oder Cockpithauben von Flugzeugen.

Dafür habe ich mir extra eine kleine regelbaren Heißluftpistole besorgt, erwärme damit 0,25 mm klares PVC bei 150°C und drückte den Kunststoff einfach mit den Fingern gegen die Hinterseite des Fensterkreuzes.

  • Wölbglas-Optik mit Heißluft 
  • Verglasung des Oberspiegels in Wölbglas-Optik 
  • Wölbglas-Optik mit Heißluft 

Der Kunststoff kühlt relativ schnell wieder ab und zeigt dann auf der Gegenseite diese typische Wölbung.

  • Verglasung des Oberspiegels in Wölbglas-Optik 
  • fertige Verglasung 

weiter geht es mit dem  Erker...


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